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Warum Selbstmord?
Dieses Buch liest sich atemlos bis zum Ende. Am Anfang stehen die Tagebucheinträge des 19-jährigen Mikke. Dann schreibt seine Mutter über ihre Erinnerungen an die Zeit nach dem Suizid des Sohnes. Und schließlich sind es die Briefe, adressiert an den toten Mikke, die einen betroffen machen. Warum er nicht mehr leben wollte und sich niemandem anvertraut hat - das alles wird nicht geklärt. Es gibt nur Mikkes Aufzeichnungen über scheinbar Alltägliches. Er berichtet von seinen Träumen, wie er seine Freundin küsst und dann mit ihr Schluss macht. Er fragt sich, ob er lieben könne, und: "Wer bin ich?" Doch wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, sieht mehr: Traurigkeit, Zerrissenheit, Schmerz. Und dass Mikke in eine Sackgasse hineinsteuert. Für seine Umwelt ist alles in Ordnung, aber er fühlt sich: allein. Diese feinen Nuancen bringt die Autorin mit viel Gefühl zu Papier. Und sie trifft auch mit dem, was Mikkes Mutter schreibt, den richtigen Ton. Sie stellt Fragen, die jeden umtreiben, der einen Menschen durch Selbstmord verloren hat: Warum? Wie lange dauert es, bis die Trauer leichter zu ertragen ist? Ein tief berührendes Werk.

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